Kinderbetreuung im Ebsdorfergrund

Mittwoch, 03. April 2013

In Sachen „Kinderbetreuung“ ist die Gemeinde Ebsdorfergrund sehr gut aufgestellt. Noch vor der Zeit erfüllt sie den Rechtsanspruch der U-3 Kinder auf einen Krippen- oder Tagesmutterplatz und den Ü 3 Kindern auf einen Kindergartenplatz. In beiden Fällen besteht sogar eine Überkapazität.

Am 01.08.2013 greift der Rechtsanspruch für die U 3 – Versorgung in den Kommunen. Dann muss jede Kommune einen Betreuungsplatz für 35% der Unter-Dreijährigen vorweisen.
„Mit den vier Krippengruppen (Der freie Träger „Bullerbü“ in Dreihausen, die evangelische KITA „Pusteblume“ in Ebsdorf, die beiden gemeindlichen Einrichtungen sowie Plätzen außerhalb) gepaart mit den Angeboten der Tagesmütter, die es im Ebsdorfergrund gibt, erfüllt die Gemeinde den Rechtanspruch schon vor diesem Zeitpunkt,“ erläutert Bürgermeister Andreas Schulz.

 Bedarfsplan für 2013 vorgestellt

Für die 211 Unterdreijährigen, die in diesem Jahr zu betreuen wären, stehen allein im Grund 68 Betreuungs-Plätze in der Gemeinde zur Verfügung.  – So steht es in dem Bedarfsplan für die Kinderbetreuung für das Jahr 2013. Dieser wird nach einem vor einigen Jahren gefassten Beschluss des Gemeindevorstandes jedes Jahr neu erstellt, um den derzeitigen Stand der zu betreuenden Kinder, die Auslastung der Einrichtungen und eine Prognose für die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich aufzuzeigen.

Wie in dem Bedarfsplan auch zu ersehen ist, stehen den 245 Kindertagesstättenplätzen am 01.08.2013 204 zu betreuende Kinder gegenüber, was einen Deckungsgrad von 120,10% ausmacht. Auch in den Krippen gibt es noch viele freie Plätze.

Gemeinde zahlt rund 50.000 Euro jährlich an die Stadt Marburg

Jährlich bezahlt die Gemeinde ca. 50.000 Euro an die Stadt Marburg, damit Kinder aus der Gemeinde Ebsdorfergrund in einer KITA in der Universitätsstadt betreut werden. Denn laut eines Gesetzes des hessischen Landtages werden der Stadt oder der Gemeinde, in der die auswärtigen Kinder eine KITA besuchen, die Finanzierung der ungedeckten Kosten durch die Heimatgemeinde zugebilligt.

Im Kindergartenjahr 2011/2012 besuchten ca. 20 Kinder Betreuungseinrichtungen in anderen Städten und Gemeinden. 15 dieser Kinder gingen in Kindertagesstätten nach Marburg, so dass die Gemeinde allein der Stadt Marburg rund 51.158 Euro in diesem Jahr zahlen muss.

„Das ist eine kuriose Situation“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz, denn „die Gemeinde Ebsdorfergrund schafft für ihre Kinder Plätze, die nicht genutzt werden.“

Zwar habe die Gemeinde damit einen besonders guten Betreuungsschlüssel, aber durch die unbelegten Plätze gehen ihr auch Einnahmen verloren, so der Bürgermeister weiter.
Mit Inkrafttreten des Kinderförderungsgesetzes zum 01.Januar 2014 und der damit verbundene Wegfall der Zuschüsse könnten sich diese Kosten für die Gemeinde auf rund 100.000 Euro belaufen.
„Diese würden wir viel lieber in unseren heimischen Kindertagesstätten einsetzen“, erläutert Bürgermeister Andreas Schulz und wünscht sich, dass alle Eltern ihre Kinder in die heimische Kita geben mögen, um die Infrastruktur der Gemeinde nicht zu gefährden, bzw. sie weiter ausbauen zu können.

Gemeinsame Broschüre bewirbt das Gesamt –Betreuungsangebot

Das Problem der unbelegten Plätze und die damit verbundenen Einnahmeverluste betreffen alle Träger der Kindertagesstätten, nicht nur die gemeindlichen Kitas. Und so wurde auf Initiative des Ausschusses für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales eine Broschüre von der Gemeinde erstellt, um das  Angebot aller Einrichtungen gemeinsam zu bewerben.

Mit einer Auflage von 5000 Stück werden in der Broschüre alle KITAs mit ihren speziellen Ausrichtungen vorgestellt. In der ersten Aprilwoche wird sie in alle Haushalte verteilt.

Eltern, die einen Platz für ihre Kinder suchen, können sich an Heike Schick wenden, Tel. 06424 – 304 – 16.

Sie hat die Gesamtleitung der kommunalen KITAS, ist aber auch Ansprechpartnerin für alle Einrichtungen in der Gemeinde und koordiniert das Gesamtangebot.


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