Ortsumgehung Heskem-Mölln rückt in greifbare Nähe

Mittwoch, 03. April 2013

– Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Gießen –

Hauptsächlich die Anwohner von Heskem im Landkreis Marburg-Biedenkopf dürfen sich freuen, denn der Bau der Ortsumgehung Heskem-Mölln rückt in greifbare Nähe. Ende März hat das Gießener Regierungspräsidium (RP) den abschließenden Vorlagebericht, in dem die Baumaßnahme ausdrücklich befürwortet wird, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung vorgelegt. In Wiesbaden wird jetzt über den zur Schaffung des Baurechts notwendigen Planfeststellungsbeschluss entschieden.

Mit dem Bau der Umgehung soll die Ortsdurchfahrt von Heskem, die durch eine hohe Verkehrsbelastung gekennzeichnet ist, entlastet werden. „Durch den Neubau ergibt sich eine deutliche Verbesserung der Schadstoff- und Lärmemissionen in der Ortsdurchfahrt Heskem“, heißt es in der 58 Seiten umfassenden Stellungnahme des RP. Es fände eine Verkehrsberuhigung im direkt bewohnten Ortsbereich statt, wobei die sogenannte Nordvariante, die nordöstlich von Heskem verlaufen soll und deutlich geringeres Konfliktpotenzial hinsichtlich Umweltschutz und Raumordnung birgt, bevorzugt wird.

Im dem zuvor vom RP durchgeführten Anhörungsverfahren haben alle Träger öffentlicher Belange sowie die Gemeinde Ebsdorfergrund dem Bauvorhaben keine grundlegenden Bedenken erhoben. Demgegenüber konnte mit den beteiligten Privatpersonen, die Einwände geltend gemacht haben, sowie den Naturschutzvereinigungen kein Einvernehmen hergestellt werden. Wie die Behörde mitteilt, stellen diese Einwendungen die Ausgewogenheit der Planung einschließlich der Planänderung nicht in Frage. Alle mit dem Straßenbau einhergehenden Eingriffe werden durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen kompensiert.

Die Experten des Regierungspräsidiums haben alle Belange abgewogen. Dabei wurden insbesondere Kriterien der Verkehrswirksamkeit, -sicherheit und -technik, des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie des Wasserschutzes und des Immissionsschutzes einerseits und der privaten Belange andererseits beachtet.

Insgesamt, so stellt das RP abschließend fest, stellt der Neubau der knapp zwei Kilometer langen Ortsumgehung (L 3125) in der vorgesehenen Form die sinnvollste und zweckmäßigste Lösung dar.

Pressestelle: Regierungspräsidium Gießen
Pressesprecherin: Gabriele Fischer, D-35390 Gießen
Telefon: 0641 303 2005, Fax: 0641 303 2008
E-Mail: gabriele.fischer@rpgi.hessen.de

 


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