Im Grund gibt es einen Boni für sehr guten Jahresabschluss

Dienstag, 19. März 2013

Die Gemeinde Ebsdorfergrund verfügt über den ersten von der Revision geprüften Jahresabschluss seit Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik in 2009. Nach der Eröffnungsbilanz ist das nun die zweite große Prüfung der Gemeindefinanzen nach Einführung der Doppik. Viele Kommunen sind noch nicht soweit.
Die Jahresabschlüsse für 2010, 2011 und 2012 sind in Bearbeitung.

In der Sitzung der Gemeindevertretung am Montag wurde der Jahresabschluss 2009 mit dem Schlussbericht der Revision des Landkreises Marburg –Biedenkopf der Gemeindevertretung zur Beratung und Beschlussfassung über den Jahresabschluss und zugleich zur Entlastung des Gemeindevorstandes vorgelegt.

Bürgermeister Andreas Schulz stellte diesen in seinen Ergebnissen vor.

Drei wesentliche Punkte zeichnen Jahresabschluss aus

Gekennzeichnet ist der Jahresabschluss 2009 durch drei wesentliche Punkte, die es verdienen hervorgehoben zu werden.

1) Die Prüfung des Jahresabschlusses 2009 hat zu keinen Beanstandungen geführt. So heißt es in dem Bericht von der Revision des Landkreises Marburg- Biedenkopf: „Unsere Prüfung hat zu keinen Einschränkungen geführt.“ – Damit wurde der Gemeinde ein uneingeschränktes „Testat“ erteilt.

2) Von der Bilanzsumme in Höhe von 39,817 Mio. Euro entfielen 83,9 % auf das Sachlagevermögen. Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2009 20,5 Mio. Euro, was einer außerordentlich hohen Eigenkapitalquote von 51, 4% entspricht.
Dem gegenüber standen 3,9 Mio. Euro Schulden, die Ende 2013 auf 3,5 Mio. Euro reduziert sein werden. „Wenn eine Rating Agentur uns bewerten würde, würden wir ein AAA +++ erhalten“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz und ist stolz auf diesen guten Jahresabschluss.

3) 2009 lag der Jahresüberschuss bei 1,459 Mio. Euro. Geplant waren nur 700.000 Euro.
Damit wurde das Planungsergebnis um mehr als das Doppelte übertroffen.
Gründe hierfür sind u.a. höhere Steuererträge durch Gewerbe und Grundsteuereinnahmen. Bei diesen konnte die Gemeinde ein Plus von 150.000 Euro aufweisen. Aber auch geringere Sach – und Dienstleistungsaufwendungen zählen zu den Gründen, denn bei diesen konnten 410.000 Euro an Einsparungen verzeichnet werden, und das trotz einer hohen Investitionskraft mit einem Investitionsvolumen von 3,15 Mio. Euro.

Rücklagen und niedrige Pro – Kopf Verschuldung

Über flüssige Mittel verfügte die Gemeinde zum Bilanzstichtag in Höhe von 3,819 Mio. Euro „Diese sind im Laufe der Jahre nicht weniger geworden,“ betont Bürgermeister Andreas Schulz, sondern ganz im Gegenteil: „Heute sind es ca. 5 Mio. Euro, die wir zur Verfügung haben.“

Ebenso ist zu erwähnen, dass bereits 2009 die Gemeinde Ebsdorfergrund die niedrigste Prokopf- Verschuldung mit 501 Euro verzeichnen konnte. 2012 waren es sogar noch weniger. Da betrug die Pro Kopf Verschuldung ca. 413,04 Euro.

Für guten Jahresabschluss gibt es „Boni“

„Viele haben dazu beigetragen, dass die Gemeinde so gut da steht“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz und hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, um „Danke“ zu sagen.

„Für den guten Jahresabschluss gibt es einen kleinen Boni“, so der Bürgermeister weiter und erklärt sogleich, was es damit auf sich hat. Die Gemeinde plane in der nächsten Zeit einen „GRUNDGutschein“ einzuführen. Einlösen kann man den Gutschein bei den gemeindlichen Unternehmen, die sich daran beteiligen.

„Rund 250 Personen haben zur guten Finanzlage der Gemeinde als ehrenamtliche oder hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv beigetragen “ so der Bürgermeister und fügte hinzu: „Sie alle erhalten einen „GRUNDGutschein“ im Wert von 25 Euro als kleine Geste des Dankes und der Wertschätzung für ihren Einsatz, der bei weitem nicht selbstverständlich ist.“


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