„Ein Vorbild für andere und ein Segen für die Gemeinde“ – Anerkennende Worte für Bürgermeister Andreas Schulz anlässlich seines 20 – jährigen Dienstjubiläums –

Mittwoch, 09. Januar 2013

20 Jahre ist es jetzt her, als im Jahre 1992 mit dem damals 31-jährigen Andreas Schulz aus Maintal-Dörnigheim ein Diplomverwaltungswirt und ausgebildeter Organisator die Nachfolge Ottmar Wiegands antrat und zum Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund gewählt wurde.

Vor wenigen Tagen – am 19. Dezember 2012 konnte Andreas Schulz auf sein 20-jähriges Dienstjubiläum als Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund zurückblicken. Grund genug für die Gemeinde diesen besonderen Tag gebührend zu feiern. Rund 250 Gäste folgten der Einladung Gotthard Seims, Vorsitzender der Gemeindevertretung, der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine große Feier im Bürgerzentrum Dreihausen organisiert hatte.

Laudatio durch den Geschäftsführer des Hessischen Städte – und Gemeindebundes

Karl – Christian Schelzke, Geschäftsführer des Hessischen Städte – und Gemeindebundes überreicht Bürgermeister Andrea Schulz eine Ehrenurkunde anlässlich seines Dienstjubiläums.

„Dass so viele Gäste so kurz vor Weihnachten zu Ihrer Feier gekommen sind, zeigt die Beliebtheit und die Anerkennung, die Sie in der Gemeinde Ebsdorfergrund genießen,“ sagte Karl – Christian Schelzke, Geschäftsführer des Hessischen Städte – und Gemeindebundes, der als Laudator zu den Ehrengästen zählte. Auch er sei gerne gekommen, so Schelzke und führte weiter aus: „In Zeiten, wo viele Kommunen unter den Rettungsschirm fallen, wo öffentliche Gebäude geschlossen werden müssen und Städte – und Gemeinden ihre Grund – und Gewerbesteuern erhöhen müssen, gibt es eine kleine hessische Gemeinde die ganz andere Überlegungen anstellt.“ Deshalb bezeichnete der Laudator Bürgermeister Andreas Schulz als ein „Vorbild“ für viele, denn war die Gemeinde vor zwanzig Jahren noch hoch verschuldet, so stehe sie heute quasi schuldenfrei da.

Ein Blick zurück

Landrat Robert Fischbach gratuliert zum 20-jährigen Dienstjubiläum

Gotthard Seim moderierte als Organisator durch den Abend und warf einen Blick zurück auf das Jahr 1992. In jener Zeit war Seim der Vorsitzende der SPD Ebsdorfergrund, welche die Mehrheit in der Gemeindevertretung hatte, und vor 20 Jahren Andreas Schulz zum Bürgermeister wählte.

„Dass die Gemeinde so gut da steht, ist ein Verdienst Deiner Arbeit“, sagte Gotthard Seim und fügte hinzu: „Die Entscheidung vor 20 Jahren war richtig, – und ist es auch heute noch.“

Auch Landrat Robert Fischbach erinnerte sich an die zurückliegenden zwei Jahrzehnte. „Während meiner politischen Laufbahn, habe ich auch einen großen Teil Deines Weges mit begleiten können“, so der Landrat. „Heute bist Du 20 Jahre Bürgermeister von Ebsdorfergrund und mit 51 Jahren der Dienstälteste im Landkreis. Die Gemeinde hat die niedrigste Pro Kopf Verschuldung im Landkreis und würde sogar dem Land Hessen den Bau einer Landesstraße vorfinanzieren. – Wer kann das noch?  Ich kenne keinen, “ betonte Landrat Robert Fischbach und bedankte sich anschließend auch noch einmal ausdrücklich für die aktive Unterstützung des Bürgermeisters bei der Gründung der Breitbandinitiative Marburg – Biedenkopf, um den Ausbau des schnellen Internets in den ländlichen Kommunen im Kreis voranzutreiben.

 

„Ein Bürgermeister mit Leib und Seele“

Sie genießen die schöne Feier: Norbert Schüren, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg, GmbH, Bürgermeister Andreas Schulz und Landrat Robert Fischbach.

Als Vertreter der Bürgermeister des Landkreises trat Manfred Apell auf die Bühne und stellte klar: „Du hast zwar viele Neider, aber Neid ist eine Form der Anerkennung, und man neidet Dir den Erfolg“, und wandte sich weiter an den Jubilar mit den Worten: „Als Bürgermeister muss man grundsätzlich sehr ehrgeizig sein; Du bist aber noch ein Stück ehrgeiziger.“

Für den Gemeindevorstand bedankte sich die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton für die äußerst gute Zusammenarbeit in der Kommune und sagte: „Du bist ein Glücksfall und Segen für die Gemeinde Ebsdorfergrund.“

Rund 250 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.

Lobende Worte fand auch der Vorsitzende der SPD Fraktion Werner Böckler: „Du treibst uns immer an und hast uns einen großen Gefallen getan, dass Du uns als Bürgermeister im Ebsdorfergrund erhalten bleibst.“ Und dieser Aussage stimmten alle zu, auch Ludwig Bender, CDU Fraktionsvorsitzender, der das Wort stellvertretend für alle Fraktionen in der Gemeinde an den Bürgermeister richtete: „Andreas Schulz ist ein Bürgermeister mit Leib und Seele, – und das für alle Fraktionen, denn er blickt über den Tellerrand der eigenen Partei hinaus.“

Den Abschluss der Bühnenredner bildeten die beiden Mitarbeiter der Gemeinde Joachim Löser und Marianne Wißner. Der Hauptamtsleiter und die Personalratsvorsitzende stellten in einem amüsanten, sehr witzigen Dialog die Besonderheiten der Gemeinde heraus und nahmen sich dabei auch selbst ein wenig aufs Korn, so dass man bei den vielen der anwesenden Gäste schmunzelnde und lächelnde Gesichter beobachten konnte.

Mitreißender Auftritt der „Neuen Töne“ Ebsdorf und eine erstklassige Weinprobe bildeten Rahmenprogramm

Musikalisch zog der Chor „Neue Töne“ aus Ebsdorf mit Gospels und modernen Popsongs wie „I believe in you“ die Gäste in ihren Bann. Die Darbietungen der Gruppe waren so gut, dass die begeisterten Zuhörer den Chor dazu brachten, gleich mehrere Zugaben zu geben. Krönender Abschluss war die mitreißende und sehr gefühlvolle Version der „Bohemian Rhapsody“ von Queen, die bei den Anwesenden für eine Gänsehaut sorgte.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch eine Weinprobe des Weinguts Schätzle aus Vogtsburg Schelingen, bei dem der Geschäftsführer Thomas Schätzle verschiedene erstklassige Weine beschrieb und vorstellte. Von „Chardonnay“ über „Grau – und Spätburgunder“ bis hin zu einem besonders köstlichen likörartigen „Ruländer Auslese“ konnten die Gäste die erlesenen Weine kosten. Dazu wurde Brot und Käse gereicht.

Den Service übernahm die Dreihäuser Vereinsgemeinschaft, durch deren Einsatz die Veranstaltung zu einem gelungenen Abend wurde.

Die „Neuen Töne“ Ebsdorf begeisterten die Zuhörer.

„Ich bin mir selbst die größte Opposition“ (Bürgermeister Andreas Schulz)

Erstklassige Weine wurden gekostet.

Der Bürgermeister zeigte sich dankbar und gerührt, weil die Gemeinde für ihn ein solches Fest ausrichtete. „Ich bin außerordentlich dankbar darüber, dass ich fraktionsübergreifend sehr gute Arbeits- und Entfaltungsmöglichkeiten in der Gemeinde geboten bekomme, was mir immer wieder ermöglicht hat, neue Ideen einfacher und schneller umsetzen – und so die Gemeinde in die Schuldenfreiheit führen zu können,“ erläuterte Bürgermeister Andreas Schulz.

Ein großes Dankeschön hatte er auch für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter parat, die er in der heutigen Besetzung als Olympiamannschaft auf Goldmedaillenkurs bezeichnete.

Das Lob heute Abend für ihn sei in erster Linie auch eine Anerkennung für die Arbeit aller Menschen und Unternehmen in der Gemeinde.

Natürlich vergaß er auch seine Familie nicht, bei der er sich dafür entschuldigte, dass er in den vergangenen 20 Jahren nicht – wie bei seinem Amtsantritt versprochen – mehr Zeit für sie hatte.

Darüber hinaus bedankte er sich auch bei der SPD Ebsdorfergrund, die mit ein Garant für den Erfolg seiner Arbeit in der Gemeinde gewesen ist.

Besonders erwähnte er auch das Vertrauen in der Bevölkerung, den Unternehmen und den gesellschaftlich relevanten Gruppen, die alle dafür gesorgt haben, dass er heute sein 20 – jähriges Bürgermeisterjubiläum feiern konnte.

Eine Bauchtänzerin bildete den Abschluss des Rahmenprogramms

„Denn in einer Demokratie ist es eher ungewöhnlich, dass man über einen so langen Zeitraum hinweg immer wieder das Vertrauen neu geschenkt bekommt, das man braucht, um erfolgreich arbeiten zu können“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz und hob abschließend hervor: „Ich bin mir dieser Verantwortung bewusst und bleibe mir selbst die größte Opposition, denn das Vertrauen ist gleichzeitig auch eine Bürde, die Menschen nicht enttäuschen zu wollen.“

Für die Gäste hatte der Bürgermeister eine Bauchtänzerin engagiert. Nach dem „Ohrenschmaus“ des Chores, dem „Gaumenschmaus“ durch Wein und Käse zum guten Schluss noch ein „Augenschmaus“, der allen gefiel.

 


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