Solargenossen öffnen Tür für neue Mitglieder

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Positiver Rück- und Ausblick für die Bürgersolar Ebsdorfergrund eG

Die Mitglieder der Bürgersolargenossenschaft  trafen sich zu ihrer ersten Generalversammlung. Ihr wichtigster Beschluss war die Änderung der Satzung, womit der Weg frei wurde für den Beitritt weiterer Genossen.

Der bestätigte Vorstand und neu gewählte Aufsichtsrat der Bürgersolar Ebsdorfergrund eG Michael Nagel, Bürgermeister Andreas Schulz, Friedhelm Kemper, Harald Emmerich, Manfred Bietz

2010 wurde die Genossenschaft auf Initiative der Raiffeisenbank eG Ebsdorfergrund sowie der Gemeinde Ebsdorfergrund gegründet. Bürgerinnen und Bürgern, die keine eigene Solaranlage bauen können, möchte sie eine Möglichkeit der Investition in dieses Geschäftsfeld bieten. Ihren Vorstand bilden Friedhelm Kemper und Harald Emmerich, die Vorstände der Raiffeisenbank Ebsdorfergrund eG. Die Funktion eines Bevollmächtigten der Generalversammlung oblag bislang Andreas Schulz. Diese Position des Bürgermeisters der Gemeinde Ebsdorfergrund entsprach einer Art Aufsichtsrat. Ein solcher sei bislang nicht erforderlich gewesen, da die Bürgersolar Ebsdorfergrund e.G. als „kleine“ Genossenschaft gegründet wurde“, erklärte Emmerich. Diese von der Satzung her sehr abgespeckte Form einer Genossenschaft hat allerdings eine Einschränkung. Sie darf nicht mehr als zwanzig Mitglieder haben. Eine Zahl, die längst erreicht ist. Um weitere Mitglieder den Beitritt zu ermöglichen und um neue Projekte in Angriff nehmen zu können, war ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Generalversammlung die Abstimmung über eine neue, wesentlich umfangreichere Satzung. Dieser wurde von den zwölf anwesenden Mitgliedern einstimmig zugestimmt. Mit diesem Beschluss musste auch ein dreiköpfiger Aufsichtsrat bestellt und der Vorstand neu gewählt werden. Die Vertreter der Raiffeisenbank e.G. bestätigte die Versammlung einstimmig. In den Aufsichtsrat berief sie den Bürgermeister, Manfred Bietz und Michael Nagel.

Die Entwicklung der Genossenschaft hatte Emmerich zuvor im Geschäftsbericht offengelegt. Bislang haben Mitglieder zusammen 162 Geschäftsanteile im Wert von 500 Euro gezeichnet. Das genossenschaftliche Vermögen lag zum Stichtag bei 81 000 Euro. Investiert hatte man im Jahr 2011 in zwei Photovoltaik-Anlagen. Auf dem Dach des Kindergartens Dreihausen wurden 27 Kilowatt Piek und auf dem Bürgerzentrum 55 Kilowatt Piek mit einer Investitionssumme von 150500 Euro installiert. Die Einspeisevergütung liegt bei beiden Anlagen über 28 Cent pro Kilowattstunde. Für ihre Finanzierung  wurden zwei Darlehn in einer Gesamtsumme von 75000 Euro aufgenommen. Kosten waren der Bürgersolar überdies für die Erstellung einer Internetseite, www.bürgersolar-ebsdorfergrund.de entstanden. Die Aufwendungen für die Gründung der Genossenschaft hatte die Bank übernommen. Festgehalten wurde während der Versammlung, dass das Engagement der Genossenschaft gemäß Satzung nicht nur auf Photovoltaik-Anlagen begrenzt ist. Vorstellbar wäre auch ein Investment in anderen Bereichen erneuerbarer Energien. Zudem wurde eingeräumt, dass Bürger, die nicht aus dem Ebsdorfergrund stammen, ebenfalls Mitglied der Genossenschaft werden können. Gezeichnet werden, kann ein Maximalbetrag von 15000 Euro, was 30 Anteilen entspricht.

Im Ausblick stellte Kemper potentielle Projekte vor. Auf Grund der stark gesunkenen Einspeisevergütung favorisierte er Investitionen in Objekte, die den erzeugten Strom für den Eigenverbrauch abnehmen können. Vor diesem Hintergrund wird aktuell der  Bau einer Anlage auf dem Kindergarten in Beltershausen ins Auge gefasst. Hier können 15,5 Kilowatt Piek installiert werden. Die Investitionskosten liegen bei rund 24500 Euro wobei der jährliche Ertrag auf 2200 Euro geschätzt wurde.


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