Teich beim Roßberger Jugendwaldheim wird mit dem Besatz von Edelkrebsen offiziell eingeweiht

Dienstag, 04. September 2012

Lange hatte es gedauert, aber nun war es soweit:

Der Teich in Roßberg wurde fertig gestellt und konnte am 22. August offiziell eingeweiht werden. Der Teich wurde ausgebaggert, das Aushubmaterial im Wald verteilt und die Zwester Ohm um den Teich herumgeleitet. Dieses Projekt, das auf einer Idee von Anke Schmidt, Fachbereichsleiterin Bauen, Planen und Umwelt in der Gemeinde, Bruno Naumann, Geschäftsführer des REWE Marktes und Dr. Uwe Koop vom Umweltingenieurbüro buk zurückgeht, ist eine naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme für den Bau des REWE Getränkemarktes in Dreihausen. Zur Umsetzung war ein Bebauungsplan der Gemeinde notwendig.

Zur Einweihung trafen sich die beteiligten Akteure, um gemeinsam mit Grundschülern aus der Regenbogenschule rund 100 Edelkrebse in den Waldteich einzusetzen.

Dem Züchter der Edelkrebse, Herr Jung aus Rabenau war es zu verdanken, dass die Edelkrebse mit Wurzeln aus dem Lahneinzugssystem in der Lumda noch existieren und der Besatz in der Zwester Ohm eingesetzt werden konnte.

Hier sollen sie eine Genreserve bilden, sich fleißig vermehren und für den Besatz anderer Gewässer zur Verfügung stehen.

„Das ist ein tolles Projekt“, freute sich auch Hartmut Bölts vom Jugendwaldheim und plant, eine eventuelle Patenschaft ins Leben zu rufen.

Hintergrund

Der „Teich“ in Roßberg ist eine Ausgleichsmaßnahme für die Errichtung des neuen REWE – Getränkemarktes in Dreihausen. Der vorhabenbezogene B – Plan ist seit dem 18.06.2010 rechtskräftig. Die wasserechtliche Plangenehmigung wurde am 21.10.2010 erteilt und der Abnahmetermin fand am 22.11.2010 statt.

Ziele der Maßnahme:

  • Beseitigung einer gewässerökologischen Barriere
  • Herstellung eines Umgehungsgerinnes um den Teich
  • Schaffung einer Altarmstruktur mit oberstromiger Anbindung an das Gewässer auf der      vorhandenen Basis des Teichreliktes
  • Der jetzt ständig durchflossene Teich soll vom Gewässer insoweit abgekoppelt werden, dass er keinen ständigen Durchfluss mehr hat und nur im HW Fall      überströmt wird
  • Durch das neue Umgehungsgerinne wird das Wasser im HW Fall zusätzlich länger auf der Fläche und damit vom Ort fern gehalten

Fazit:

Bis heute hat sich alles gut entwickelt und die Maßnahme darf als voller Erfolg gewertet werden, insbesondere auch vor dem Hintergrund der EU Wasserrichtlinie.

 

 

 


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