Die Gemeinde stellt vor: Spannende Unterhaltungslektüre seit mehr als 30 Jahren

Freitag, 29. Juni 2012

Alfred Wallon – ein Portrait

Er hat mehrere Radio und TV Auftritte im Jahr, gibt Lesungen und nimmt an Buchmessen in Deutschland teil, wo er seine Bücher einer breiten Öffentlichkeit vorstellt.
Die Rede ist von Alfred Wallon aus Hachborn, – Schriftsteller und Mitglied der renommierten Western Writers of America.

Alfred Wallon ist einer von uns, – einer aus dem Grund. Aufgewachsen im Ortsteil Hachborn, wo der 55-jährige auch heute noch lebt und mit viel Lust seinem Hobby nachgeht, – dem Schreiben.
150 Heftromane sowie 45 Taschenbücher, Paperbacks und Hardcover hat er bisher geschrieben und ist dabei in allen gängigen Genres der Unterhaltungsliteratur vertreten. Sein großes Repertoire erstreckt sich über Western bis hin zu Liebesromanen. Aber auch spannungsgeladene Krimis, und sogar Science-Fiction – Romane gehen auf sein Konto.

Historischer Western

Sein besonderes Faible gilt jedoch dem historischen Western, mit dem er schon als Kind in Berührung kam. „Mein Vater hat viel gelesen, und ich bin praktisch mit der amerikanischen Geschichte aufgewachsen,“ berichtet der Hachborner.
„Irgendwann wollte ich wissen, ob in all diesen Geschichten ein wahrer Kern steckt. Ich las einige Sach- und Fachbücher, die mir das notwendige Wissen vermittelten und war deshalb in der Lage mir ein persönliches Bild zu machen.“

Und dieses geschichtliche Hintergrundwissen der frühen amerikanischen Kolonialisierung spiegelt sich in den Westernromanen des Autors wider.
Es ist die Pioniergeschichte des wilden Westens von 1770 bis 1810, die der Autor den Lesern wieder lebendig werden lässt. Die Handlungen in seinen Western spielen in der Zeit, als Abenteurer, Trapper und Siedler mit ihren Trecks Stück für Stück den amerikanischen Westen in Besitz nahmen und die Indianer von ihrem Land vertrieben.
In diesen Romanen lässt der Autor fiktive Personen zusammen mit realen Personen vor einer Kulisse auftreten, die die damalige Zeit real wider spiegelt, und deren wahre Begebenheiten mit einer fiktiven Handlung verbunden werden.
So bietet Wallon den Lesern nicht nur eine spannende Geschichte, sondern gibt gleichzeitig ein umfangreiches und historisch fundiertes Bild der amerikanischen Geschichte wider. „Meine Aufgabe ist den Leser nicht nur zu unterhalten, sondern auch historisch zu informieren,“ so lautet seine Prämisse.

Erste Veröffentlichung 1981

Auf der Suche nach einem entsprechenden Verlag gab es zunächst nur Absagen. Doch entmutigen lies sich Alfred Wallon nicht und letztendlich gab ihm der Erfolg recht.
Im Jahre 1981 veröffentlichte der Kelter Verlag in Hamburg Wallons ersten Heftroman „Die Dollarwölfe von Abilene“ , dem vier weitere Western folgten. „Danach war es einfach für mich, denn jetzt hatte ich etwas vorzuweisen,“ berichtet der Schriftsteller, der von nun an auch bei anderen Verlagen veröffentlichen konnte und bis 2006 fast jedes Genre im Heftromanbereich bediente. Auch Heimat – und Liebesromane waren dabei. Die Vermarktung von Wallons Romanen war derart gut, dass bis zum heutigen Tag immer wieder Neuauflagen aufgelegt wurden. Sie wurden sogar mehrfach übersetzt und im europäischen Ausland veröffentlicht.

Mitglied der Western Writers of America seit 2006

Sogar bis in die USA hat er es geschafft und gehört seit 2006 zu den renommierten Western Writers of America, – dem Verband der Westernautoren der USA.
„Als ich Mitglied bei den Western Writers of America wurde, öffnete mir dies Türen, von denen ich bisher gar nicht gewusst hatte, dass sie existieren,“ meint Wallon, der durch seine Mitgliedschaft seinen englischen Kollegen David Whitehead kennen lernte.
Mit ihm zusammen schrieb er zwei englische Western namens „All Guns blazing“ und „Cannon for hire“ unter dem gemeinsamen Pseudonym Doug Thorne, die 2008 und 2010 vom Verlag Hale in London veröffentlicht wurden und großen Absatz fanden.
Als bisher einzige deutsch-britische Co-Produktion im Western Genre war die Aufmerksamkeit der Medien so groß, so dass beide daran denken, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Umfangreiche Bücher bei fünf Verlagen seit 2008

Mittlerweile sind es richtig umfangreiche Bücher, die Alfred Wallon bei fünf Verlagen schreibt, – und das mit Erfolg seit 2008.

Pathfinder

Im Persimplex-Verlag, Wismar hat Wallon fünf Einzelromane mit historischen Ereignissen aus der amerikanischen Pioniergeschichte veröffentlicht – neu hinzugekommen ist eine ganze Buchreihe namens „Pathfinder“ über bekannte Abenteurer, Entdecker und Trapper.
Die Handlungen spielen zu der Zeit der „Lederstrumpf“- Romane von James Fenimore Cooper, – einem sehr frühen Zeitraum der amerikanischen Geschichte, über den es hierzulande kaum Geschichten gibt.
– Für Wallon höchste Zeit das zu ändern!

Rio Concho

Im Mohlberg-Verlag Köln erscheinen Wallons Buchserien „Rio Concho“ und „Civil War Chronicles.“
„Rio Concho ist eine Ranch Western Serie im Stil der alten TV Serie High Chaparral aus den 70er Jahren, jedoch mit historischem Hintergrund. Zu vergleichen auch mit Bonanza oder
der Shiloh Ranch.
Hier gibt es eine historische Personenvielfalt, die die amerikanische Pioniergeschichte abdeckt und diese anhand verschiedener Blickwinkel darstellt, wie z.B. der des erfahrenen Texas- Ranchers oder das abenteuerliche Leben des Trappers und viele mehr.

Civil War Chronicles

„Civil War Chronicles“ ist eine Serie, deren Handlung im Bürgerkrieg in den USA 1861 – 1865 angesiedelt ist. Der konföderierte Lieutenant Jay Durango und seine Truppe operieren hinter den feindlichen Linien – aber stets vor einem korrekten historischen Hintergrund.
Verschiedene Blickwinkel auf die Schlacht im Bürgerkrieg zeigen fiktive und tatsächlich existierende Personen, natürlich ohne die Geschichte zu verändern. Sieben Bände gibt es bereits, zwei weitere sind in Planung.
Als besonderes Highlight für seine Fans plant Alfred Wallon, irgendwann die Handlungsstränge beider Serien („Rio Concho“ und „Civil War Chronicles“) zusammenlaufen zulassen und so eine Verbindung zwischen beiden herzustellen.

„Endstation“ ein Marburg – Krimi

Für den Blitz-Verlag hat Alfred Wallon einen Regionalkrimi namens „Endstation“ geschrieben, der in diesem Jahr erschienen ist und in Marburg spielt, – und auch in der Gemeinde Ebsdorfergrund.
„Ich habe 2003 bei Blitz schon mal einen Roman veröffentlicht, der in Marburg spielt,“ sagt Alfred Wallon. Die Resonanz sei sehr gut gewesen, so dass der Verlag ihn fragte, ob er nicht Interesse habe, noch einen Regionalkrimi zu schreiben.
Ein weiterer Krimi namens „Eiszeit“ ist in Vorbereitung. „Dieser spielt im Westerwald und dreht sich um ein Dorf, welches von der Außenwelt abgeschnitten wird,“ erläutert der Hachborner.
Für den Verlag Torsten Low hat Wallon ebenso ein umfangreiches Buchprojekt abgeschlossen, dass zur Buchmesse Leipzig 2014 erscheinen wird:
„Dark worlds“ gibt ein Szenario in Amerika nach dem 3. Weltkrieg wider und wird eine Art Genremix aus Science Fiction, Fantasy und Western werden.

Alfred Wallon – Der Handwerker

rTrotz vieler Aufträge und seines hohen Arbeitspensums ist Alfred Wallon kein hauptberuflicher Schriftsteller, – und das will er auch nicht sein. „Denn dann müsste ich schreiben. So aber kann ich wenn ich will.“

Tagsüber arbeitet er als Mediaberater für eine mittelhessische Anzeigenzeitung, und abends schreibt er, und zwar genau nach einem festgelegten Konzept.
Dabei geht er sehr strukturiert vor : – Nachdem er die Idee für einen Roman hatte, schreibt er diesen in einem Exposé zusammen, welches vom Verlag genehmigt werden muss. Anfang und Ende sowie die komplette Handlung stehen bereits fest. Jedes Buch bedeutet 2 bis 3 Monate Arbeit, und zwar jeden Abend nach einem festen Zeitplan. „Ich kann punktgenau um 20.30 Uhr aufhören, das kann man trainieren,“ so Wallon, der mindestens 5 Bücher pro Jahr fertig stellt.

Immer nur ein Buch nach dem anderen,- niemals ist er parallel mit mehreren beschäftigt. „Ich sehe mich mehr als Handwerker, und nicht als Künstler,“ so beschreibt er seine Arbeitsweise und nutzt dabei die amerikanische Tradition des Erzählens, nach dem Prinzip „Show, don’t tell“.
Der Leser solle einen Film vor sich sehen, unterhalten werden und gleichzeitig über wichtige historische Begebenheiten informiert werden, von denen er vorher vielleicht sogar noch nichts wusste. „Viele wissen z.B. gar nicht, dass während des Amerikanischen Bürgerkrieges U – Boote und Heißluftballons zum Einsatz kamen,“ erklärt der Hachborner, der – wenn er mal nicht am schreiben ist- am liebsten Bücher liest.
Sein Buch zurzeit: „Outlanders“ von James Axler.

Der Ebsdorfergrund – ein Garant für gute Lebensqualität

Beruf und Schreiben unter einen Hut zu bringen, dazu braucht man Ruhe. Die findet Alfred Wallon in seiner Heimatgemeinde. „Hier gibt es so viele Örtlichkeiten, wo man auftanken und seine Seele baumeln lassen kann, wie der Schlosspark in Rauischholzhausen oder auch die Burgruine Frauenberg.
„Die Gemeinde Ebsdorfergrund hat in den letzten Jahren eine rasante positive Entwicklung vollzogen,“ meint Wallon abschließend.
„Eine funktionierende Infrastruktur ist auch der Garant für eine gute Lebensqualität. Für mich geht diese Rechnung auf, und deshalb lebe ich auch sehr gerne hier.“


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