Zum Thema „Ortsumgehung für Heskem“

Dienstag, 19. Juni 2012

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nachstehend veröffentliche ich noch einmal meinen Vorschlag an das Land Hessen zur Vorfinanzierung der Ortsumgehung Heskem-Mölln. Mittlerweile liegt auch die Antwort des Ministers a.D. (ist zwischenzeitlich zurückgetreten) Posch vor. Eine enttäuschende Antwort und wenig ambitioniert, wie ich meine. Er vertröstet uns – und vor allem die Heskem-Möllner Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Ortsdurchfahrt auf das Jahr 2015 -.

Wenn mir ein Ortsvorsteher das Angebot machen würde eine wichtige Gemeindeaufgabe mit seinem Dorf der Gemeinde 5 Jahre früher umzusetzen und vorzufinanzieren, ich würde wenigsten mit ihm darüber reden. Dieter Posch hat es vorgezogen einen lapidaren Antwortbrief zu schreiben.

Uns ist gesagt worden, wenn wir uns an den Planungskosten beteiligen, geht es schneller. Obwohl nicht verpflichtet, hat das die Gemeinde getan. Jetzt geht es um den Bau und dessen Finanzierung. Wieder würde sich die Gemeinde freiwillig engagieren.

Die Antwort des Landes bewerten Sie bitte selbst.

Ich werde den Nachfolger von Herrn Posch anschreiben und es erneut probieren. Über das Ergebnis informiere ich Sie und halte Sie auf dem Laufenden, obwohl ich zugeben muss, dass solche Antworten wie von Ex-Minister Posch schon enttäuschend sind.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schulz

Bürgermeister

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Angebot des Bürgermeisters an den Minister betreffend Ortsumgehung Heskem

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der schnellstmögliche Bau der Ortsumgehung (OU) für Heskem-Mölln genießt in vielerlei Hinsicht die höchste Priorität in der Gemeinde.

Die Innenentwicklung von Heskem kann nur gelingen wenn der überörtliche Verkehr nicht mehr tagtäglich massenhaft durch die Ortslage fährt. Es droht Leerstand mit fatalen Folgen.

Vermögensverluste sind noch nicht das Schlimmste.
Gesundheitliche Gefahren durch Lärm, Abgase und Unfälle drohen permanent.
Aber auch die Ortschaften wie Dreihausen, Roßberg, Wermertshausen nehmen in ihrer Entwicklung Schaden. Sie sind durch das „Nadelöhr“ Heskem unattraktiver zu erreichen, als mit der Ortsumgehung. Auch die Ortslae Leidenhofen könnte durch den Bau entlastet werden. Besonders aber müssen die Anlieger in der Ortsdurchfahrt von Heskem endlich entlastet werden. Das lange Warten und vom Land vertröst werden, muss ein Ende haben.
Die Gemeinde hat sich 2004 zu einem ungewöhnlichen Schritt entschieden. Sie hat beschlossen sich an den Planungskosten – die eigentlich das Land alleine zu tragen hat – zu beteiligen, damit die Planungen für die neue L 3125 endlich begonnen werden.

Seitdem wird geplant. Lange 6 Jahre. Da muss man annehmen, dass die Planung abgeschlossen und Baurecht geschaffen worden ist.

Mir liegt ein Schreiben des Vizepräsidenten und Abteilungsleiter „Planung“, Franz Eckhardt, des neuen Straßen- und Verkehrsmanagement „Hessen Mobil“ vor. Darin bezeichnet er den Bau der OU auch in 2013 als eher unwahrscheinlich und kann auch keinen „konkreten Zeitpunkt“ zu dem Baugebinn nennen.

Der Grund: Die Finanzen.

Ich vermute, deshalb wird kein Baurecht geschaffen. Diesmal ist es also nicht die Feldlerche die alles verzögert, die Landesfinanzen sind es.

Deshalb mein unkonventioneller aber auch innovativer Vorschlag zur Lösung der Problematik. Als Bürgermeister und Kämmerer wäre ich bereit zu sagen, die Gemeinde finanziert das reine Bauprojekt i.H.v. 3,3 Millionen Euro maximal 5 Jahre zinsfrei dem Land als Straßenbaulastträger vor, wenn in 2012 Baurecht geschaffen und in 2013/2014 die Straße fertig gebaut wird. 2018 will die Gemeinde das vorgelegte Geld vom Land zurück. Ohne Zinsen!

Die Vorteile:

  • Die eingangs beschriebenen Probleme werden schnell behoben, den Menschen wird geholfen.
  • Das Land Hessen und wir Steuerzahler sparen Geld, denn in 5 Jahren kostet die Straße mehr als heute.
  • Die Entwicklungsziele der Gemeinde werden beschleunigt.
  • Arbeitsplätze im Baubereich werden gesichert und neue können geschaffen werden. die heimische Wertschöpfung nimmt zu. Ich glaube: Für jeden Euro Investition in die Straße wird ein weiterer in den Erhalt der Ortslage/Häuser investiert, weil es sich wieder lohnt. Und der Ebsdorfergrund wird noch attraktiver.

Die neue Verkehrsverwaltung „Hessen Mobil“ schreibt mir, sie steht für „innovative Lösungen für den Bau von Straßen“. Ich will mit meiner Initiative und meinem Vorschlag „Hessen Mobil“ bewegen Mobilität in unsere Region zu bringen. Ich bin es, wie der Ortsvorsteher Bruno Weimer leid, immer wieder Briefe zu schreiben nach Wiesbaden zu fahren und hingehalten und vertröstet zu werden. Es muss etwas passieren. Und das schnell.

Ich hoffe, mein Vorschlag findet Gehör und Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schulz
Bürgermeister

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Antwort des Ministers auf das Angebot des Bürgermeisters

 

 

 

 


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