Endausbau des Kreisverkehrsplatzes in Heskem – Mölln:

Montag, 14. Mai 2012

Nicht nur der geplante Bau der Ortsumgehung zieht sich in die Länge, auch der Ausbau des Kreisverkehrsplatzes bei Heskem – Mölln lässt auf sich warten. Und das ärgert nicht nur den Bürgermeister und den Ortsvorsteher, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ebsdorfergrund und der betroffenen Ortsteile.

Nach einem Verkehrsunfall mit zwei Toten und drei Schwerverletzten im Jahre 2003 wurde der Kreisverkehrsplatz bei Heskem –Mölln provisorisch eingerichtet. Seitdem wartet die Gemeinde auf den geplanten Endausbau. Gedacht hatte die Gemeinde, dass dieser nach dem Bau des Lückenschlusses der B3 erfolgt.
Mit Schaffung des Baurechts am 31.01.2012 hätte es eigentlich losgehen können, doch der für 2012 erhoffte Endausbau wird nicht kommen.

In einem Schreiben des Landtagsabgeordneten, Dr. Thomas Spies vom 30.März dieses Jahres heißt es: „Herr [Staatsminister] Posch teilte mir mit, dass wegen einer anderweitigen Prioritätensetzung sowie der Verschiebung von Maßnahmen aus den vergangenen Jahren frühestens im Jahr 2014 mit der Aufnahme dieses Projektes in das Straßenbauprogramm zu rechnen ist. Der Staatsminister betonte ausdrücklich, dass dies an der Priorisierung anderer für dringlicher erachtete Maßnahmen sowie an den Sparbemühungen des Landes liege.“

„Das heißt aber noch lange nicht, dass der Endausbau 2014 auch umgesetzt wird“, so Bürgermeister Andreas Schulz und macht noch einmal deutlich, dass es ihm nicht um die Optik gehe. Vielmehr sei bei dem Provisorium die Wasserführung nicht geregelt, was dazu führe, dass Aquaplaning immer wieder die Ursache für leichte Unfälle ist.

„Besonders im Winter geraten Autos ins Rutschen“, bestätigt Ortsvorsteher Bruno Weimer und meint:„ Ähnlich wie bei dem Bau der Ortsumgehung , der seit den 70 er Jahren geplant aber immer wieder verschoben wird, werden wir auch hier vertröstet.“
Die Bürger seien es leid, sie zeigen Unmut und Verständnislosigkeit, führt der Ortsvorsteher weiter aus. „Deshalb ist es wichtig, die Bürger zu informieren, woran die Verzögerungen liegen“, so Bruno Weimer weiter.

Endausbau auch in Gemeindevertretung beschlossen

Bei der Umsetzung des Endausbaus des Kreisverkehrsplatzes, der auch in einer Sitzung der Gemeindevertretung beschlossen wurde, hat die Gemeinde nichts unversucht gelassen, das Ganze voran zu treiben. Verschiedene Wege über den Landtag und das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wurden eingeschlagen.

„Es ist wichtig, dass der Kreisverkehrsplatz spätestens 2013 endausgebaut wird, damit nicht der Bau der Ortsumgehung dazwischen kommt“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz. Denn es sei zu befürchten, dass der Endausbau wieder verschoben werde, wenn die Bauarbeiten zur Ortsumgehung beginnen. Zum Vorschlag des Bürgermeisters, den Bau der Ortsumgehung vorzufinanzieren gibt es bislang aber auch noch keine Antwort von Minister Posch.

 

 

 

 


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