„Hinter der Idee steckt ein riesiges Spielfeld“

Donnerstag, 10. Mai 2012

Unternehmer trafen sich zur Vorbereitung auf die bevorstehende Marktplatzveranstaltung

Nach den Vereinsvertretern wurden nun auch den Unternehmern konkrete Ideen für eine erfolgreiche Teilnahme am Marktplatz der Guten Geschäfte an die Hand gegeben. Beide Teilnehmergruppen werden sich am 31. Mai als Tauschpartner gegenüberstehen.

Mit dem Vorbereitungstreffen sollten die Rahmenbedingungen für die Veranstaltung des Vereins Region Marburger Land  noch einmal genau abgesteckt werden. Doris Heineck von der Freiwilligen Agentur Marburg-Biedenkopf (FAM) und ihr Team hatten sich als Mitorganisatoren der Veranstaltung  gemeinsam mit den Regionalbeauftragten der Region auf diese Aufgabe vorbereitet. „Gibst du mir – gebe ich dir“, ist der grobe Leitgedanke. Das heißt, dass Vereine und Unternehmen zu einem Miteinander, einer Vernetzung auf  „ganz anderer“ Ebene kommen werden. Entscheidend ist auch, dass die typische Bitthaltung von gemeinnützigen Organisationen aufgelöst wird.
„Das kenne ich ganz anders“, erzählte Bruno Naumann. Er habe bisher fast immer nur gegeben und selten etwas bekommen, so der Geschäftsmann. Zusammen mit ihm, dem Eigentümer mehrerer Lebensmittelmärkte waren ganz verschiedene Unternehmensvertreter ins Bürgerhaus von Beltershausen gekommen.
Ein Mediziner, Bauunternehmer, Immobilienmakler oder eine freiberufliche Therapeutin saßen mit am runden Tisch. Teilweise hatten sie noch keine konkrete Vorstellung davon, wie ihr Beitrag zur Marktplatzveranstaltung aussehen soll.

Keiner muss sich verheben

Das änderte sich ziemlich rasch. Ein Film über den Ablauf einer solchen Veranstaltung vermittelte einen ersten griffigen Eindruck und machte deutlich, was das bevorstehende „Speed-Dating“ erreichen möchte. Heineck berichtete von den vorangegangenen Treffen der Vereinsvertreter und welche Vielfalt an Leistungen diese erarbeitet hatten. Angebote, die für die Unternehmer ebenso lukrativ sind, wie das, was sie im Gegenzug geben können. In der Runde zeichneten sich sehr schnell eine Reihe von möglichen Tauschgeschäften ab. „Keiner soll sich bei dem was er gibt, verheben“, betonte FAM Mitarbeiterin Karin Kirchhain.  Unter ihrer Moderation werden die  „Guten Geschäfte“ im Schloss stattfinden.  Dass die Vereinbarungen nicht 1:1 gegeneinander aufgewogen werden dürfen, war man sich in der Runde auch einig. „Hinter der Idee verbirgt sich ein riesiges Spielfeld“, sagte Naumann. Man müsse nur darüber reden, dann würden einem schon viele Sachen einfallen, war der Konsens. Gesundheitsaktion gegen Renovierung, Therapieangebot  gegen Raumbenutzung,  Praktikumsplatz gegen Bandenwerbung und einiges mehr waren spontane Ideen.

Der Nutzen ist vielfältig

Dass über das Mitmachen soziale Verpflichtung gezeigt und überhaupt eine neue Facette von sozialem Engagement ausgebildet werde, betonte Ebdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz, der zurzeit der Vorsitzende des Vereins Region Marburger Land ist. „Überhaupt hat das Ganze durch die Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit vielfältigen Nutzen“, meinte Schulz . Überzeugt von der Sache und „überrascht „ von den Möglichkeiten wollten die Unternehmer und Unternehmerinnen die Veranstaltung ganz gelassen auf sich zukommen lassen.


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