Andreas Schulz stellt geplanten Mega-Windpark in Amöneburg in Frage

Freitag, 27. April 2012

Bürgermeister initiiert Windgipfel am 14. Mai im Regierungspräsidium Gießen.

In einer Pressemitteilung meldet sich Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz zu den Plänen seines Amtskollegen Richter-Plettenberg aus Amöneburg zu Wort bis zu 16 (!) Windräder in einem Mega-Windpark im Waldgebiet zwischen Amöneburg-Ebsdorfergrund und Homberg/Ohm errichteten zu lassen. Da die Standorte von privaten Investoren näher zu den Nachbarkommunen vorgesehen sind (nach Rauischholzhausen 1,4 km, nach Höingen 1,2 km) als zu den Stadtteilen der Stadt Amöneburg hat Bürgermeister Andreas Schulz die Einberufung eines „Windgipfels“ bei Regierungspräsidium in Gießen verlangt, der nun am Montag, den 14. Mai 2012 stattfindet. Beteiligt ist auch Homberg/Ohm’s Bürgermeister Prof. Bela Dören.

Für den Rathauschef aus dem Ebsdorfergrund kann es nicht sein, dass eine Stadt quasi im Alleingang seit 3 Jahren (!) ein solches Großprojekt vorantreibt und die Nachbarkommunen nicht von Anfang an einbindet und zu beteiligen versucht.

„Um ‚Bad-Endbacher-Holzhäuser Konflikte‘ zu vermeiden, habe ich die Initiative beim Regierungspäsidium ergriffen und fordere eine Einbindung und Beteiligung auch der Stadt- und Ortsteile und der betroffenen Menschen, die nicht zur Stadt Amöneburg gehören, um ein böses Erwachen im Nachhinein zu vermeiden“, sagt der Rathauschef aus dem „Grund“

Dabei legt Bürgermeister Andreas Schulz Wert auf die Feststellung, dass er die Windenergienutzung nicht im Ganzen verhindern will, allerdings halte er 16 (!) 3 MW-Anlagen vom Typ Enercon E-101 oder Repower 3.2 – 114 in einer Gesamthöhe jeweils von bis 200 Meter eindeutig für das exponierte Waldgebiet oberhalb des Schlosses Rauischholzhausen für zu viel. „Wir brauchen eine solch großflächige Verspargelung unserer Kulturlandschaft nicht“, meint Andreas Schulz und vertritt besorgt die Ansicht „vom Umfang her ist das Vorhaben eindeutig über das Ziel hinausgeschossen“.

Er könne sich maximal 6 – 9 Anlagen und Standorte in allen 3 Gemarkungen vorstellen, allerdings nur nach Beteiligung und Einbindung der zuständigen Kommunalparlamente, Ortsbeiräte und betroffenen Menschen in Homberg/Ohm und Ebsdorfergrund

In der Presseerklärung heißt es abschließend:

„Ich hoffe, der Regierungspräsident zieht die richtigen Schlüsse aus dem Konflikt im Hinterland und andernorts und sorgt für Transparenz nach allen Seiten und eine angemessene Beteiligung der Nachbarkommunen schon im Vorfeld eines förmlichen Verfahrens“.

Zu der Übersichtskarte mit den geplanten Standorten der Windräder…hier klicken


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