Bürgermeister Schulz sieht in Solarförderkürzung Kahlschlag auf die Energiewende auch in seiner Gemeinde

Freitag, 24. Februar 2012

Andreas Schulz, Bürgermeister der „Sonnenscheingemeinde“ Ebsdorfergrund im Landkreis Marburg-Biedenkopf, nimmt zu den Plänen von Umweltminister Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister Philipp Rösler die Solarförderung im Schweinsgalopp zum 09. März 2012 dramatisch zu kürzen, Stellung. Ebsdorfergrunds Bürgermeister sieht darin einen Frontalangriff auf einen wesentlichen Baustein seiner Gemeinde zum Erreichen der Energiewende im Kleinen. Bekanntlich hat sich die Gemeinde das ambitionierte Ziel gesteckt, 2020 energieautark zu sein. Und tatsächlich ist sie mit Hilfe der vielen Sonnenstunden im „Grund“ und der Bereitschaft von Bürgern, Unternehmen und der Gemeinde selbst auf einem gutem Weg, der Sonnenenergie einen wesentlichen Anteil am Erreichen des eigenen Energieziels einzuräumen. Eine eigene Energiegenossenschaft wurde mit Hilfe der Raiffeisenbank Ebsdorfergrund gegründet. Beachtliche 26 % aller Haushalte im Grund können heute schon ihren Strombedarf aus der Sonnenenergie decken. Das entspricht 758 Haushalten. 2.665.169 kWh/a erzeugte man im Grund 2011 und der Ausbau sollte ambitioniert weitergehen, so der Bürgermeister. 5 weitere Dächer der Gemeinde sollten bis Sommer mit PV-Modulen belegt werden. Ob das jetzt noch bis zum 09. März gelingen kann, wagt Andreas Schulz zu bezweifeln. Er sieht in dem Handeln beider Minister ein Schlachten einer ganzen Branche und Auswirkungen auch auf die heimische Region, wovon auch viele Handwerksbetriebe seiner Gemeinde betroffen seien. Einnahmeverluste für die Gemeinde und ein Erschweren des freiwilligen Beitrages zur Energiewende seien außerdem die unausweichlichen Folgen.

 

 


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