Im Schloss Rauischholzhausen sollen gute Geschäfte gemacht werden
Dienstag, 17. Januar 2012Region Marburger Land bringt Vereine und Unternehmen mit „Marktplatz“ zusammen

Mit einer besonderen Veranstaltungsidee startet der Verein Region Marburger Land ins neue Jahr.
Vereine und Unternehmen sind zum Mitmachen aufgerufen, um sich so gegenseitig zu unterstützen.
Am 31. Mai soll es im Schloss Rauischholzhausen soweit sein.
Das Projekt nennt sich „Marktplatz für gute Geschäfte“.
Die Idee, dass sich Vertreter von gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen treffen, um miteinander Tauschgeschäfte zu vereinbaren, ist nicht neu.
Sie stammt aus den Niederlanden. Nach Deutschland holte sie die Bertelsmann Stiftung.
Damit erfolgte eine Übertragung der allgemeinen Bedeutung eines Marktplatzes – als Treffpunkt von Handel und Kommunikation – in die Hand der Bürgerschaft.
Im Sinne der Förderung von mehr solidarischer Ökonomie setzten wenige deutsche Kommunen das Konzept bereits erfolgreich um. In der Region Marburger Land, bestehend aus den Städten und Gemeinden Amöneburg, Marburg , Ebsdorfergrund, Fronhausen und Weimar soll hiermit ein Anstoß erfolgen, um diese von innen heraus zu verbinden. Das ist deshalb von Wichtigkeit, weil die Region Marburger Land noch eine junges „Pflänzchen“ im Kreise der europäischen Fördergebiete ist.
Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz, aktuell der Vorsitzende des Vereins, wirbt für das mit EU- und Landesmitteln geförderte Projekt: „Wir möchten mit dieser Veranstaltung die Akteure aus Unternehmen und Vereinen der Region zusammenbringen, womit ein einzigartiger Zusammenhalt erwachsen soll.“
Doris Heineck, Leiterin der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf, die das Projekt organisatorisch begleitet, meint: „ Das Besondere an dem Vorhaben ist, dass hierbei kein Geld im Spiel sein wird, sondern nur auf Ressourcen zurückgegriffen wird, über die jeder Partner ganz individuell verfügt“. Will heißen, dass Güter und/oder Leistungen gegeneinander getauscht werden, die sowieso da sind. Getauscht werden kann zum Beispiel ein Marketingworkshop gegen Klettertraining, Installationsarbeiten gegen Theateraufführung oder Außengestaltung gegen Tanzkurs.
Der Phantasie sind bei diesem Vorhaben keine Grenzen gesetzt. „Je bunter, ideenreicher und vielfältiger, umso besser ist es“, betont Heineck. Damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht ganz unvorbereitet zur Veranstaltung kommen, wird im Vorfeld eine Informationsveranstaltung für die Unternehmen aus Handel, Handwerk und Gewerbe, als auch die Gemeinnützigen stattfinden.
Mitmachen kann jedes Unternehmen und jede gemeinnützige Organisation aus der Region. Branche oder Größe spielen keine Rolle. Außer einer guten Portion Neugierde, Offenheit sowie einem Tauschangebot muss nichts mitgebracht werden, betont Schulz.
Mitnehmen kann man allerdings eine ganze Menge, wie etwa einen Imagegewinn oder eine neuartige Form der Öffentlichkeitsarbeit. Das Ergebnis werden Win-Win Situationen sein. Eine Einladung zum Vorbereitungstreffen sowie der Marktplatzveranstaltung finden etwas 1000 Organisationen und Unternehmen bis Ende Januar in ihrem Briefkasten. „Auch jeder andere, der kommen mag, ist willkommen“, betont der Vorsitende. Die Marktplatz-Veranstaltung an sich, ist vorstellbar wie ein „Speed-Dating“, da jeder mit jedem kommunizieren und tauschen kann.
Sie wird in einladender Atmosphäre am 31. Mai im Schloss Rauischholzhausen stattfinden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu einem Imbiss eingeladen.
Weitere Informationen sind zu entdecken unter www.Marktplatz.Marburger-Land.de
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