„Ein sonniger Tag, der den Ebsdorfergrund noch sauberer gemacht hat“
Dienstag, 08. November 2011- 200 Helfer sammeln 3 Tonnen Abfall im Großcontainer beim 7. Herbstputz der Gemeinde in der Feldgemarkung -
Der Bericht als Download:
„3 Tonnen Abfall im Großcontainer – das sind 2 Tonnen weniger als beim Herbstputz 2008,“ freute sich Bürgermeister Andreas Schulz, denn dies zeigt deutlich, wie sehr das Umweltbewußtsein in den letzten Jahren im Grund gestiegen ist.
Am vergangenen Samstag, dem 5. November 2011 hieß es in der Gemeinde Ebsdorfergrund wieder: „Im Grund geht´s rund – Der Ebsdorfergrund räumt auf“. Diese Aktion für den Umwelt- und Naturschutz, welche vom zuständigen Gemeindemitarbeiter Jens Klingelhöfer vom Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt der Gemeindeverwaltung organisiert wurde, brachte wieder jede Menge Unrat zu Tage. So engagierten sich rund 200 Helfer aus allen Ortsteilen des Gemeindegebietes, die Feldgemarkung des Ebsdorfergrundes wieder von allem achtlos weggeworfenen Abfall und Unrat zu säubern.
1. Herbstputz in 1993
Die Idee zum „Herbstputz“ brachte Bürgermeister Andreas Schulz aus seiner früheren Zeit in Langenselbold mit, wo dieser mit einer Jugendgruppe den „Herbstputz“ ins Leben gerufen hatte. So fand dann der erste Herbstputz in der Gemeinde Ebsdorfergrund ein Jahr nach dessen Amtsantritt im Jahre 1993 statt. Zum damaligen Zeitpunkt wurden im Ebsdorfergrund noch rund 15 Tonnen Abfall in 3 Großcontainern eingesammelt. Beim zweiten Herbstputz in 1996 waren es mit rund 12 Tonnen eine vergleichbar große Menge Abfall. Dagegen kamen beim Herbstputz im Jahre 2008 nur noch rund 5 Tonnen und in diesem Jahr sogar nur noch 3 Tonnen Abfall im Großcontainer zusammen.
„In diesem Jahr musste deshalb eine gleich hohe Anzahl an freiwilligen Helfern wesentlich weniger Müll und Unrat einsammeln “, erklärte der Bürgermeister und fügte hinzu, „denn es ist der Wunsch vieler Mitbürger, eine saubere Gemeinde zu haben“. Trotzdem ist auch zukünftig die Durchführung dieser aktiven Umwelt- und Naturschutzaktion „richtig und wichtig“.
Überraschende Funde in der Feldgemarkung
Rund 600 kg Eternit (Welleternitplatten von Dächern), welches als asbesthaltiger Abfall zu den Sonderabfällen gehört und einer besonderen Entsorgung bedarf, wurde zudem überraschenderweise in der Feldgemarkung aufgefunden. Ebenso wie Elektrogeräte, die zur Abfallkategorie „gefährliche Abfälle“ gehören, darunter ein Kühlschrank sowie eine fahrbare Elektroheizung. Die weiteren Funde waren hauptsächlich wieder Kunststoffe, Altmetalle, sonstiger Unrat sowie auch insbesondere zahlreiche Altreifen, die von den fleißigen Helferinnen und Helfer bei ihrer Aufräumaktion in der Feldgemarkung, die um 9.00 Uhr morgens in den verschiedenen Ortsteilen des Gemeindegebietes startete, eingesammelt wurden.
Mit den Wagen der ortsansässigen Landwirte, welche von diesen für die Säuberungsaktion wieder einmal dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden, konnte der eingesammelte Unrat am späten Vormittag zum Sortieren auf dem Servicehof der Gemeinde im Ortsteil Heskem-Mölln angeliefert werden.
Kürbiscremesuppe und Hackfleisch-Lauch-Käse-Suppe als kulinarisches „Highlight“
Als „Dankeschön“ der Gemeinde für die Teilnahme am Herbstputz und das damit verbundene Engagement für den Umwelt- und Naturschutz gab es im Anschluss auf dem gemeindlichen Servicehof für alle beteiligten Helferinnen und Helfer Getränke sowie einen leckeren Imbiss – Kürbiscremesuppe und Hackfleisch-Lauch-Käse-Suppe waren das kulinarische „Highlight“ an diesem Tag.
Beim leckeren Imbiss fand dann auch die Ehrung und Preisverleihung der engagierten Gruppen und Personen durch Bürgermeister Andreas Schulz mit Urkunden und kleinen Geschenken statt, bei der unter anderem auch der Einsatz der größten teilnehmenden Jugendfeuerwehrgruppe aus dem Ortsteil Hachborn mit Kinofreikarten für das Cineplex Marburg honoriert wurde, da diese mit insgesamt 24 Helfer/innen die Umweltaktion unterstütze.
Als größte teilnehmende Vereinsgruppe erhält die Rettungsarche Dreihausen / Hachborn mit rund 15 Teilnehmern die kostenfreie Nutzung eines Bürgerhauses im Ebsdorfergrund. Außerdem wurden auch die jüngsten Teilnehmer, Jara Jahn und Jakob Abrell (beide 3 Jahre) aus Leidenhofen, und der älteste teilnehmende Bürger, Herr Jochen Dietrich (77 Jahre) aus Dreihausen, jeweils mit einer Urkunde geehrt und mit einem Preis bedacht.
Fazit
Nicht nur das Zusammenspiel der Ehrenamtlichen aus der Bürgerschaft mit den Gemeindeverantwortlichen hat wieder einmal bestens funktioniert, sondern auch das Wetter erleichterte mit herrlichem Sonnenschein und milder Witterung die Arbeit der fleißigen Helfer. So konnte Bürgermeister Andreas Schulz zum Abschluss der „erfolgreichen“ Umwelt- und Naturschutzaktion freudig feststellen: „Es war ein sonniger Tag, der die Sonnenscheingemeinde Ebsdorfergrund noch sauberer gemacht hat“.
Wir alle dürfen aber hoffen, dass alle Bürgerinnen und Bürger künftig noch ein höheres Maß an Umwelt- und Verantwortungsbewußtsein beweisen, indem sie die Natur bzw. Feldgemarkung nicht mehr durch achtlos weggeworfenen Abfall und Unrat verschmutzen. Dies vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass jeder Einzelne, der in der Feldgemarkung illegal Abfälle entsorgt, wissen sollte, dass im Ergebnis die Kosten für die Entsorgung der illegal abgelagerten Abfälle von der Allgemeinheit getragen werden müssen und somit letztendlich vielleicht auch von ihm selbst.
Unser Dank gilt
Für das bewiesene Engagement der Bürgerinnen und Bürger für den Umwelt- und Naturschutz bedanken sich der Gemeindevorstand der Gemeinde Ebsdorfergrund und der Bürgermeister an dieser Stelle nochmals ausdrücklich und hoffen, dass die Bürgerschaft des Ebsdorfergrundes auch zukünftig ihr Engagement für den Umwelt- und Naturschutz beweisen wird. Der Dank gilt nicht zuletzt auch den Ortsvorstehern bzw. Leitern der Bürgerbüros, den ortsansässigen Landwirten, den Mitarbeitern/innen des Servicehofes sowie auch dem zuständigen Organisator des Hersbtputzes, Herrn Klingelhöfer, von der Gemeindeverwaltung, welche alle wieder zu einem reibungslosen Ablauf des 7. Herbstputzes der Gemeinde beigetragen haben.
Zurück zur Startseite







