„Sonnenscheingemeinde“ ist jetzt auch „Weltrekordgemeinde“

Dienstag, 06. September 2011

– Malteser knackten den Weltrekord in Reanimation –

40 Stunden lang wurde reanimiert

Die Spannung im Raum war sprichwörtlich zu spüren. Würden die Malteser es schaffen den Weltrekord in der Reanimation zu knacken?

Sie legten sich seit vielen Stunden schon mächtig ins Zeug und es war genau 15 Uhr, als vergangenen Samstag der Jubel im Dorfgemeinschaftshaus in Heskem-Mölln ausbrach, unterstützt von lautem Hupen und Klatschen.

Anschließend gratulierte der Kreisbeauftragte der Malteser in Marburg-Frankenberg, Hans Gottschlich, den Maltesern für ihre enorme Leistung, denn der Weltrekord in Reanimation war so eben gebrochen worden.

Die "Weltrekordler" und Elisabeth Newton, Erste Beigeordnete, freuen sich gemeinsam über die Leistung der Malteser

„Es ist großartiger Tag“, so Gottschlich und überreichte den Mitgliedern der Malteser eine Urkunde. Ein Kameramann zeichnete das Geschehen auf und Vertreter der Presse schossen zahlreiche Fotos.

Jubel und Klatschen: Die Malteser haben es geschafft!

Bereits am Donnerstag, den 1. September um genau 23 Uhr starteten die Reanimationsmaßnahmen, die seitdem ununterbrochen fortgesetzt wurden.
Rund 40 Stunden lang hieß es für fünf Malteser und zwei Ersatzleute 30x drücken, 2x beatmen.
Am 3.September um Punkt 15 Uhr war es dann soweit: Der Weltrekord wurde gebrochen.

„Wir sind sehr stolz, dass ein Weltrekord im Ebsdorfergrund  aufgestellt wurde und mit der  Gratulation drücken wir auch unsere Hochachtung  aus“,“ sagte die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton und gratulierte im Namen der Gemeinde.

„Bereits um 11.01 Uhr hatten wir den bisherigen Weltrekord von 36 Stunden erreicht,“ berichtete die Malteserin Gudrun Zimmermann, die zusammen mit Kollegin Michaela Daum und Bürgermeister Andreas Schulz die Veranstaltung ins Leben gerufen hatte, nachdem der Bürgermeister nach seiner  Wiederwahl einen Kurs bei den Maltesern belegte, um seine Kenntnisse in „Erste Hilfe“ aufzufrischen.

Bei der Veranstaltung ging es neben dem Knacken des Weltrekords auch darum, die Besucher über lebensrettende Maßnahmen zu informieren oder deren bereits vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. So kamen rund 120 interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger nach Heskem-Mölln, unter ihnen die mehrfache Rhönrad-Weltmeisterin Laura Stullich.

Musikalisch eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einem Lied von den Kindern der KITA Fliegenpilz aus Dreihausen. Anschließend übten sich die Kleinen in „Erste Hilfe“, indem sie ihren Eltern einen Verband anlegten und für ihre Leistung eine Urkunde überreicht bekamen.

Hans Gottschlich, Kreisbeauftragter, gratuliert und überreicht eine Urkunde

Die Besucher der Veranstaltung nutzen die Möglichkeit, die verschiedenen Informationsstände anzuschauen und an den angebotenen Aktionen teilzunehmen.
Hautnah erlebten die Gäste, wie ein Mann einen Zuckerschock erlitt, zusammenbrach und von Sanitätern wiederbelebt wurde.
Diese simulierte Rettungsaktion war nicht nur sehr überzeugend, sondern machte auch deutlich, wie wichtig es ist, sofort die richtigen „Erste Hilfe“- Maßnahmen einzuleiten, wenn ein Notfall eintritt.

„Wir sind sehr dankbar für die im Vorfeld stattgefundene Unterstützung des Bürgermeisters,“ erklärte der Kreisbeauftragte Hans Gottschlich.

Denn der Bürgermeister machte es möglich, dass der Austragungsort des Weltrekords in der Gemeinde stattfindet. „Durch diese Veranstaltung ist eine Art Gemeinschaftsgefühl entstanden,“ so der Kreisbeauftragte weiter und fügte abschließend hinzu: „Es ist wichtig, auch die Kinder in solche Aktionen einzubinden und sie mit „Erste Hilfe“ vertraut zu machen.“
Aus diesem Grund kommen die eingenommenen Spenden den Kindern der KITAS im Ebsdorfergrund zu Gute.
Sie haben demnächst die Möglichkeit, an einem altersgerechten „Erste Hilfe“ – Kurs teilzunehmen.

 


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