Was wäre die Curry- Wurst ohne die Wurst?

Dienstag, 24. Mai 2011

Als hierzulande beliebtes Gericht für Klein und Groß sind die Curry- und die Bratwurst kaum mehr wegzudenken.

„Stellt euch vor, es gebe nur Kartoffeln und Gemüse und sonst nichts. Was wäre die Curry-Wurst ohne die Wurst? ,“ fragte Elisabeth Newton, Erste Beigeordnete der Gemeinde Ebsdorfergrund, die Kinder der KITA Sonnenschein.Zusammen mit der Fachdienstleiterin für Kindertagesstätten, Heike Schick, begleitete sie die Schulkinder der KITA in Beltershausen – Frauenberg bei einer Besichtigung der Fleischerei Meier III nach Marburg, wo sie mit einem kräftigen und leckeren Frühstück herzlich empfangen wurden. Die Kinder waren zu diesem Ereignis zusammen mit der Leiterin der Kindertagesstätte Jutta Bredemann und Petra Lohaus mit dem Linienbus „angereist“.

Die Besichtigung des Betriebes fand im Rahmen der Aktion „Kinder und Handwerk“ statt, die gemeinsam von der Kreishandwerkerschaft Marburg und dem Landkreis Marburg

Elisabeth Newton und Martin Meier

Biedenkopf veranstaltet wurde. Bei dieser Aktion sollen Kinder an die verschiedenen Handwerksberufe herangeführt werden und so einen ersten Eindruck über die Tätigkeiten eines Schreiners, eines Malers oder eben auch eines Fleischermeisters bekommen.

Aus diesem Grund wurden von der Kreishandwerkerschaft Paten für die verschiedenen Kindertagesstätten im Landkreis gesucht und gefunden:

Die Patenschaft für die KITA Sonnenschein übernahm Fleischermeister Martin Meier von der Fleischer-Innung Marburg, weil das Stammhaus von Meier III in Beltershausen steht.

Am Mittwoch, den 18.05.2011 lud der Fleischermeister die zukünftigen Schulkinder zur Besichtigung seines Betriebes in Marburg ein, wo er sie nicht nur durch die verschiedenen Räume führte, sondern ihnen auf eindrucksvolle und verständliche Art und Weise mit anschaulichen Beispielen den Beruf des Fleischermeisters näher brachte.

Die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton als Vertreterin der Gemeinde Ebsdorfergrund bedankte sich bei Herrn Martin Meier für die herzliche Einladung und sein großes Engagement und betonte, wie wichtig es ist, dass solche Aktionen stattfinden.

Kinder sollen wissen, wo ihre Nahrungsmittel herkommen, wie sie entstehen; etwas lernen über Qualität und Hygiene, aber auch die Begeisterung von jemandem erleben, der seinen Beruf liebt.

Bevor es losgehen konnte, musste also ein jeder aus Hygienegründen einen Mantel überziehen. Zuerst zeigte der Fleischermeister seinen Besuchern die Waage, die so groß war, dass alle Kinder zusammen gewogen werden konnten.

„Alle Kinder zusammen wiegen so viel wie eine große Milchkuh“, stellte Martin Meier fest.

Beeindruckt von riesigen Maschinen wie dem Fleischwolf oder der Rührmaschine, konnten die Jungs und Mädels zusehen, wie das Fleisch schrittweise zur Wurst verarbeitet wurde.

In einem weiteren Raum befand sich ein großer Kessel zum Überbrühen der Würste, eine Wurstdusche und ein ebenso großer Räucherofen. Der Kühlraum war sehr kalt, der Gefrierraum schauderhaft. Zum Schluss ging es in den Gewürzraum.

„Hier werden die verschiedenen Gewürzmischungen hergestellt,“ erklärte Martin Meier.

Zwar sind die Gewürzmischungen ein Betriebsgeheimnis, aber dieses Mal machte der Fleischermeister eine Ausnahme und verriet den Kindern eines seiner Spezialrezepte.

Die Vielfalt sehen, Schnuppern und Raten, und Staunen, denn auch Eis kommt in die Wurst!

Damit die Jungs und Mädels sich auch später noch mit dem Thema beschäftigen können, erhielt jedes Kind ein Büchlein über den Beruf des Fleischers.

„Es war eine sehr schöne Aktion,“ so Heike Schick am Abschluss der Besichtigung des Fleischerbetriebs Meier II in Marburg, bei der ein jeder nicht nur viel Spaß hatte, sondern auch interessante neue Erfahrungen mit nach Hause nehmen konnte.

Der Dank geht an Martin Meier, der durch sein Engagement den Kindern der KITA Sonnenschein in Beltershausen-Frauenberg den Beruf des Fleischers präsentierte und diesen Tag zu einem lehrreichen, noch dazu schönen und interessanten Erlebnis werden ließ.


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