Ausbau des „Holzweges“ in Rauischholzhausen unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Dienstag, 24. Mai 2011

„Seit langem ist es ein Wunsch der Gemeinde und ihrer Bürger, dass der `Holzweg´ in Rauischholzhausen ausgebaut wird,“ erklärte Bürgermeister Andreas Schulz.

Dies konnte bisher nicht umgesetzt werden, denn der `Holzweg´, der parallel zum Friedhof in Rauischholzhausen verläuft, ist ein Privatweg, der sich nicht im Besitz der Gemeinde Ebsdorfergrund befindet, sondern Eigentum der Kerckhoff Stiftung aus Bad Nauheim ist.

Von den Rauischholzhäusern wird der Weg zum einen von den Friedhofsbesuchern genutzt, ist aber auch ein Zufahrtsweg für die Anlieger der Straße „Hoppengarten“.

Vor allem jedoch ist der „Holzweg“ ein Weg hin zum Versuchsgut der Gärtnerei der Universität Gießen und dient ebenso als Holzabfuhrweg der Waldthausenschen Forstverwaltung.

Land für Geld

Da weder der Eigentümer noch die Universität die finanziellen Mittel haben, um die Straße auszubauen, hatte die Gemeinde Ebsdorfergrund eine Idee:

„Die Gemeinde machte der Kerckhoff Stiftung das Angebot, ihr das Eigentum an der Straße zu übertragen und durch eine Grundstücksübertragung in der Größe von einem Hektar sich mit dem Wert der Fläche an den Kosten des Ausbaus zu beteiligen,“ so Bürgermeister Andreas Schulz.

„Die Gemeinde hat bereits konkrete Vorstellungen, wo sich die Fläche befindet, welche die Gemeinde als Land für Geld im Austausch erhalten sollte,“ erläuterte der Bürgermeister weiter. Und zwar handle es sich um die Ackerfläche hinter dem Gelände der alten Herzblattmolkerei, denn diese Industriebrache stehe kurz vor einer Neuordnung des Areals „Dort wiederum könnte die Fläche für neue Nutzung Nutzen stiften,“ so der Bürgermeister.

Landesmittel aus dem Flurbereinigungsverfahren

Damit der Ausbau des Holzweges auch für die Gemeinde erschwinglich bleibt, will der Bürgermeister das derzeit laufende Flurbereinigungsverfahren nutzen.

Für den 150.000 Euro teuren Ausbau könnte die Gemeinde 45%, also rund 67 5000 Euro Landesmittel erhalten.

„Der neue Weg wird breiter als der jetzige,“ erläuterte Gemeindemitarbeiter Harald Bausch vom Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt und erklärte weiter:

„Der ´Holzweg´ soll auf einer Länge von 250 Metern mit einem einseitigen 1,20 Meter breiten Gehweg für Friedhofsbesucher und einer zusätzlichen Fahrbahnbreite von 5,50 Metern, incl. Entwässerungsrinne, ausgebaut werden.“

Ausgleichsfläche notwendig

Bevor das Vorhaben konkret umgesetzt werden kann, muss allerdings noch eine Voraussetzung erfüllt werden, denn die Kerckhoff Stiftung hat ihre Flächen langfristig an die Universität verpachtet.

Diese wiederum ist nur bereit, die Freigabe aus den Pachtverträgen zu erteilen, wenn sie an anderer Stelle durch Land ausgeglichen wird.

Zwar hat Bürgermeister die Mitarbeiter der Flurbereinigung darauf aufmerksam gemacht, Austauschflächen im nahen Umfeld zu finden, bittet aber auch private Landeigentümer, sich bei der Gemeinde zu melden, damit das Gesamtprojekt bald in die Tat gesetzt werden kann.

2012 könnte der Holzweg dann fertig gestellt werden. Das derzeit laufende Flurbereinigungsverfahren und die Gemeindeidee könnten es möglich machen. Herr Schmid, Verantwortlicher von der Kerckhoff Stiftung, hat dem Bürgermeister schon sein prinzipielles Ja gegeben.

 


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